Darm: Dünndarm – Dickdarm bis After

B.N.M. Organsprache – Darm bis After

Der Darm ist nicht nur ein Verdauungsorgan. In der Organsprache steht er für die Fähigkeit,
Erfahrungen, Eindrücke und Lebenssituationen anzunehmen, zu verarbeiten und wieder loszulassen.

Je nach Abschnitt des Darms spiegeln sich zeitlich unterschiedliche Belastungen:
aktuelle Themen, chronisch gewordene Konflikte oder sehr alte, häufig aus der Kindheit stammende
und nicht integrierte Erfahrungen.

Volkssprache als Spiegel innerer Prozesse

Aktuelle Probleme – Dünndarm:

  • „Ich habe so ein komisches Grummeln im Bauch.“
  • „Ich fühle mich nicht wohl dabei – das schlägt mir auf den Darm.“

Halbaktuelle und chronische Probleme – Dickdarm:

  • „Das schlägt mir auf den Darm.“
  • „Das kann und will ich nicht mehr verdauen.“

Sehr alte, unverarbeitete Themen – Sigma / Mastdarm / After:

  • „Kannst du dich nicht ausscheißen?“
  • „Ich mache mir vor Angst in die Hose.“

Grundverständnis des Darmsystems

Das gesamte Darmsystem besteht aus Duodenum, Dünndarm, Dickdarm sowie Mastdarm mit After.
Embryonal bestehen enge Bezüge zu Lunge, Leber und Pankreas.

Das übergeordnete psychische Thema des Darms ist Akzeptanz – verstanden als
Annehmen der eigenen Identität, der eigenen Funktionen, Fähigkeiten, Grenzen und Wirkung im Leben.


Dünndarm – aktuelle Lebenssituationen

Körperliche Symptomatik:

Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Aufstoßen, Sodbrennen, Grimmen,
Übelkeit nach dem Essen sowie Schmerzen bei Hunger oder nach dem Essen.

Psychische Selbstreflexion:

  • Akzeptierst du deine Funktionen und Rollen in deinem Lebensumfeld?
  • Kennst du das Gefühl, dir bietende Möglichkeiten nicht annehmen zu können?
  • Fällt es dir schwer, dich anderen gegenüber zu öffnen?
  • Bist du neuen Informationen eher verschlossen – oder kompensatorisch übermäßig offen?

Welche Gefühle lösen folgende Sätze in dir aus:

„Ich kann meine Funktionen und Rollen nicht akzeptieren.“ oder: „Ich möchte meine Funktionen und Rollen ändern.“


Dickdarm – chronische Themen der Selbstannahme

Körperliche Symptomatik:

Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Grimmen, Übelkeit sowie Schmerzen
bei Hunger oder nach dem Essen.

Psychische Selbstreflexion:

  • Kannst du dich selbst so akzeptieren, wie du bist?
  • Magst du dich von innen heraus – oder lehnst du dein eigenes Wesen ab?
  • Suchst du Anerkennung überwiegend im Außen?
  • Reagierst du stark, wenn dir Anerkennung fehlt?
  • Hast du das Gefühl, ständig auf der Suche nach deiner Identität zu sein?

Welche Gefühle lösen folgende Sätze in dir aus:

„Warum akzeptiert mich niemand, wie ich bin?“ oder „Ich will mich akzeptieren – aber ich kann es nicht.“


Mastdarm / After – Grenzen

Psychethema: Akzeptieren der eigenen – vorgegebenen, erzwungenen,
gewordenen oder selbst gesetzten – Grenzen gegenüber anderen Menschen
und dem eigenen Lebensumfeld.

  • Fühlst du dich eingeengt und möchtest deine Grenzen ausweiten?
  • Kannst du angebotene Impulse annehmen, sammeln und verwerten?
  • Hast du das Gefühl, aus deinem Lebensraum mehr machen zu können?
  • Befindest du dich in einer Phase innerer Neuorientierung?

Welche Gefühle lösen folgende Sätze in dir aus:

„Meine Grenzen sind zu eng.“ oder „Ich möchte meine Grenzen nicht akzeptieren – ich will sie ausweiten.“


Darmtoxine & Peripheres Nervensystem

Über den Blutkreislauf können Toxine eines gestörten Darmstoffwechsels
das periphere Nervensystem belasten.

Dies kann sich in Einschränkungen der Wahrnehmung, der Motorik,
der inneren Beweglichkeit oder in Unruhe und Überreaktionen zeigen.

Psychisch weist diese Klassifikation häufig auf eine Zurücknahme
von Gefühlen, Wünschen und persönlichen Lebensäußerungen hin.


Darmdegeneration & Geschwulsttendenz

Benigne und maligne Gewebeveränderungen verstehen wir im B.N.M.-System
als Kompensationsversuche auf toxische, noxische oder psychische Entgleisungen.

Neoplasien sind genetisch bedingt. Etwa 10 % beruhen auf erblicher Übertragung,
rund 90 % auf spontan oder chronisch akkumulierten Genschäden,
die durch Umweltfaktoren, Lebensweise und psychische Belastungen beeinflusst werden.

Eine entsprechende Klassifikation stellt keinen Befund dar,
sondern einen Hinweis auf eine Disposition,
der präventiv begegnet werden sollte.

Bei wiederholter Klassifikation ist eine sorgfältige medizinische Abklärung erforderlich,
um reale somatische Prozesse sicher auszuschließen.


Darmdysbiose – chronisch & schwer

Eine dysbiotische Darmflora beeinträchtigt zentrale Stoffwechselprozesse,
das Immunsystem sowie neuropsychische Funktionen.

Die B.N.M.-Theorie beschreibt hier einen toxischen Kreislauf,
der Leber, Lymphe, Lunge und Nervensystem einbezieht
und langfristig zu tiefgreifenden Regulationsstörungen führen kann.

🔙 Zurück zu Organsprache