Die Wirbelsäule – Haltung, Aufrichtung und innere Richtung
Hals-, Brust-, Lenden- und Sakralwirbelsäule
Der Volksmund ist oft präziser als jede Diagnose:
-
„Das bricht mir das Kreuz.“
-
„Jemand ist mir in den Rücken gefallen.“
-
„Ich kann mich nicht mehr aufrichten.“
-
„Ich habe einen steifen Hals.“
-
„Er oder sie ist so starr, dass kein Blick mehr nach links oder rechts möglich ist.“
-
„Mich hat die Hexe geschossen.“
Diese Bilder beschreiben nicht nur körperliche Zustände, sondern innere Haltungen.
Die Wirbelsäule trägt den Körper, hält ihn aufrecht, ermöglicht Bewegung, schützt das Nervensystem und wirkt als federndes Zentrum zwischen Himmel und Erde.
Eine hochprozentige Musterübereinstimmung im Bereich der Wirbelsäule ist in der B.N.M.-Diagnostik ein Hinweis auf basale Störungen, die sowohl den somatischen als auch den psychischen Bereich betreffen und therapeutisch besondere Beachtung verdienen.
Fragen zur körperlichen Symptomatik
-
Hast du häufig Verspannungen, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen im Rücken?
-
Besteht ein Hohlkreuz oder eine Fehlhaltung?
-
Gab es bereits Bandscheibenvorfälle oder wiederkehrende Blockaden?
Fragen zur psychischen Symptomatik
-
Kennst du das Bedürfnis, alles neu und vor allem alleine machen zu müssen?
-
Fällt es dir schwer, deinem Leben eine klare Richtung zu geben?
-
Lässt du dich leicht beeinflussen – oder hast du im Gegenteil das Gefühl, alles kontrollieren und ausrichten zu müssen?
Welche Resonanz haben diese Sätze in dir?
„Ich kann mich für nichts mehr erwärmen oder entscheiden.“
„Ich muss und will alles neu und alleine machen.“
Sanfte Übung zur Wahrnehmung der Wirbelsäule
(Bitte zuvor Rücksprache mit deinem Therapeuten halten, insbesondere bei bekannten Wirbelsäulenerkrankungen.)
Führe die Bewegungen langsam, ruhig und aufmerksam aus:
-
Stehe aufrecht, Füße schulterbreit.
-
Beuge dich langsam nach vorne und rolle Wirbel für Wirbel von der Halswirbelsäule bis zum Steißbein ab.
-
Atme ruhig und gleichmäßig, spüre die zunehmende Schwere deines Rumpfes.
-
Lasse den Oberkörper am tiefsten Punkt etwa eine Minute locker hängen.
-
Rolle dich ebenso langsam Wirbel für Wirbel wieder auf.
-
Kreise anschließend den Oberkörper sanft in Hüfthöhe, abwechselnd in beide Richtungen.
-
Führe den Kopf achtsam mit und gegen die Bewegung.
Erlaube dir, eigene Bewegungen zu finden – Dehnung, Streckung, Aufrichtung.
Die Wirbelsäule reagiert auf Aufmerksamkeit, nicht auf Zwang.
Halswirbelsäule (HWS)
Die Halswirbelsäule besteht aus sieben Wirbeln. Sie ist besonders anfällig für Belastungen durch:
-
Fehlhaltungen
-
muskuläre Verspannungen
-
keim- oder herdassoziierte Prozesse (z. B. nach Tonsillitiden, Zahnwurzelentzündungen, Schilddrüsenerkrankungen)
Eine deutliche Musterübereinstimmung weist auf tiefgreifende somatische und psychische Fehlfunktionen hin.
Körperliche Hinweise
-
Kopfschmerzen, Nackenschmerzen
-
Bewegungseinschränkung
-
Schwindel, Übelkeit
-
Sehstörungen, Farbenseheinschränkung
Psychische Hinweise
-
Wunsch nach Veränderung, mehr Beweglichkeit im Leben
-
oder starres Festhalten an bestehenden Strukturen
Innere Resonanzfragen:
„Ich will mein Leben nicht mehr ändern.“
„Ich muss und will meine Lebenshaltung neu und alleine bestimmen.“
Einflussbereiche der Halswirbel
C1
Blutversorgung von Kopf und Gehirn, Nervensystem
→ Migräne, Schlaflosigkeit, Bluthochdruck, Erschöpfung
C2
Augen, Ohren, Nebenhöhlen
→ Allergien, Ohrenschmerzen, Ohnmachtstendenzen
C3
Gesicht, Zähne, Herz
→ Neuralgien, Hautprobleme, Kreislaufstörungen
C4
Nase, Mund, Eustachische Röhre
→ Katarrhe, Hörminderung
C5
Stimmbänder
→ Heiserkeit, Halsschmerzen
C6
Nacken, Schultern
→ steifes Genick, Oberarmschmerzen
C7
Schilddrüse, Ellenbogen
→ Schilddrüsenstörungen, Schleimbeutelentzündungen
Brustwirbelsäule (BWS)
Die Brustwirbelsäule besteht aus zwölf Wirbeln. Ihre Funktion wird häufig durch keimassoziierte Prozesse beeinträchtigt, insbesondere nach:
-
Tonsillitiden
-
Zahnwurzelentzündungen
Körperliche Hinweise
-
Rückenschmerzen, die sich durch Schlaf oder Bewegung nicht bessern
Psychische Hinweise
-
Wunsch nach Neuem und Lebendigkeit
-
oder Gefühl von Starre und mangelnder Beweglichkeit
Innere Resonanzfragen:
„Ich brauche nichts Neues mehr.“
„Ich muss alles neu und alleine machen.“
Besondere Hinweise
-
Morbus Bechterew: chronisch-entzündlicher Prozess mit fortschreitender Bewegungseinschränkung
-
Myogelosen: muskuläre Verhärtungen als Ausdruck blockierter Energien und unterdrückter Emotionen
-
Schmerz: Signal nicht gelebter Aggression – nicht gelebte Kraft wendet sich gegen den Körper
Lendenwirbelsäule (LWS)
Die LWS besteht aus fünf Wirbeln. Belastungen entstehen häufig im Zusammenhang mit:
-
Darm- und Urogenitalinfekten
-
existenziellen Themen (Sicherheit, Zukunft, Halt)
Körperliche Hinweise
-
Kreuzschmerzen, Ischialgie, Hexenschuss
Psychische Hinweise
-
Wunsch nach Neuanfang ohne Rücksicht auf Vergangenes
-
oder Festhalten an der Vergangenheit aus Angst vor der Zukunft
Innere Resonanzfragen:
„Ich liebe meine Vergangenheit mehr als die Zukunft.“
„Ich muss alles ohne Rücksicht auf Vergangenes neu machen.“
Einflussbereiche der Lendenwirbel
L1 – Dickdarm
L2 – Bauch, Oberschenkel
L3 – Geschlechtsorgane, Knie
L4 – Prostata, Ischias
L5 – Unterschenkel, Füße (Unsicherheit, Kommunikation)
Sakralwirbelsäule (Kreuzbein)
Das Sakrum bildet die Basis der Wirbelsäule.
Hier liegen Themen von Urvertrauen, Vergangenheit und Stabilität.
Chronische Rückenschmerzen, Lumbalgien oder Ischialgien sind häufig Ausdruck…
Einflussbereiche
-
Blase, Geschlechtsorgane
-
Enddarm, Prostata
Beschwerden können Ausdruck tief sitzender Konflikte zwischen Vergangenheit und Zukunft sein.
Zusammenfassung
Die Wirbelsäule ist mehr als ein tragendes Konstrukt.
Sie ist Ausdruck unserer inneren Haltung, Richtung und Aufrichtigkeit.
Wo Bewegung nicht gelebt wird, entsteht Schmerz.
Wo Aufrichtung fehlt, beginnt der Körper zu sprechen.
Die B.N.M.-Diagnostik versteht diese Signale nicht als Störung, sondern als Einladung zur bewussten Veränderung.