B.N.M. Organsprache – Magen
Der Magen steht in der Organsprache für die Fähigkeit, Eindrücke, Erfahrungen und Belastungen aufzunehmen, zu verarbeiten und innerlich zur zweiten Stufe nach den Prozessen im Mund der„Vorverdaung“ weiter zu bearbeiten. Er reagiert sensibel auf alles, was als unverträglich, fremd, bedrohlich oder überfordernd erlebt wird.
In der B.N.M.-Systematik zeigen sich Magenbeschwerden häufig als Ausdruck tiefgreifender somatischer und psychischer Belastungsmuster.
Der Magen – Gastritis, Magengeschwür und Magen-Darm-Geschwulste
Die Alltagssprache beschreibt Magenprobleme oft sehr treffend. Volkstümliche Redewendungen spiegeln die enge Verbindung zwischen emotionaler Belastung und somatischer Reaktion wider:
- „Das ist mir auf den Magen geschlagen.“
- „Er / sie hat sich ein Loch in den Magen geärgert.“
- „Die Probleme haben so auf den Magen geschlagen, dass ein Magengeschwür entstanden ist.“
- Sodbrennen: „Die Probleme fressen ihn / sie auf. Es ätzt einem die Magenwände weg“
Somatische Grundlagen
Der Magen liegt im linken Oberbauch unterhalb der linken Zwerchfellkuppel. Er dient der Aufnahme des Speisebreis und dem Beginn der Eiweißverdauung.
In der Magenschleimhaut befinden sich Drüsenzellen mit unterschiedlichen Funktionen:
- Belegzellen produzieren Salzsäure mit bakterizider Wirkung sowie den Intrinsic-Faktor, der für die Blutbildung essenziell ist.
- Hauptzellen bilden Pepsinogen, das durch Salzsäure in das eiweißspaltende Enzym Pepsin umgewandelt wird.
- Nebenzellen produzieren einen schützenden, schwach sauren Schleim.
Innerhalb von 24 Stunden werden etwa 1–2 Liter Magensaft gebildet.
Eine hochprozentige Musterübereinstimmung im B.N.M.-Test – deutlich über der durchschnittlichen Auswertungsgüte – ist als Hinweis auf sehr basale Fehlfunktionen zu verstehen. Diese betreffen meist sowohl den somatischen als auch den psychischen Bereich und sollten therapeutisch in den Vordergrund gestellt werden.
Aus der Kombination von Symptomatik sowie den Feldern Magen, Psycheprofile und Therapieprofile ergeben sich die individuell erforderlichen therapeutischen Maßnahmen.
Fragen zur körperlichen Symptomatik
- Hast du Schmerzen, die in die linke Schulter oder den linken Rücken ausstrahlen?
- Treten wenige Minuten nach dem Essen Schmerzen auf, die sich durch Rülpsen bessern – oder auch solche, die sich dadurch nicht lindern lassen?
- Verspürst du unmittelbar nach dem Essen den Drang, dich zu erbrechen?
- Leidest du häufig unter Sodbrennen?
- Hattest du bereits eine akute oder chronische Gastritis, eine Magenverätzung, eine echte Entzündung der Magenschleimhaut, einen Reizmagen oder ein Magengeschwür?
Psychische Symptomatik
- Kennst du die Aussage „Das schlägt mir auf den Magen“ aus eigener Erfahrung?
- Spürst du ein leichtes bis stark krampfendes Gefühl im Magen, wenn du an belastende Ereignisse, Umstände oder Konflikte denkst?
- Kannst du unabhängig von Lebenslagen essen – oder verlierst du in Problemphasen den Appetit?
- Hast du das Gefühl, äußere Einflüsse schlecht „verdauen“ zu können, dass sie dich innerlich verletzen oder verunsichern, obwohl es dafür keinen klaren äußeren Grund gibt?
- Reagierst du in Stresssituationen – etwa bei Prüfungen, beruflichen oder sozialen Anforderungen – mit Magenschmerzen, Krämpfen oder Druck?
Welche Gefühle lösen in dir folgende Sätze aus:
„Ich kann das nicht mehr ertragen – es ist mir zu fremd, zu wirr, zu anders.“
„Das passt mir überhaupt nicht. Das will ich nicht annehmen – auch nicht ohne Widerstand.“
Magen-Darm-Geschwulste – Tendenz
Die Klassifikation Magen-Darm-Geschwulste weist auf eine tendenzielle Neigung zu Gewebeveränderungen hin. Jede benigne oder maligne Neoplasie verstehen wir im B.N.M.-System als einen Kompensationsversuch des Organismus auf toxische, noxische oder psychische Entgleisungen.
Neoplasien sind genetisch bedingt. Etwa 10 % beruhen auf vererbten Faktoren, während rund 90 % auf spontan oder chronisch akkumulierten Genschäden beruhen. Diese entstehen häufig in der Kopierphase der Gene und werden durch Umweltfaktoren, Lebensweise und psychische Belastungen beeinflusst.
Eine entsprechende Klassifikation stellt daher keinen Befund dar, sondern einen Hinweis auf eine Disposition, der präventiv begegnet werden sollte.
Insbesondere bei wiederholter Klassifikation ist eine sorgfältige medizinische Abklärung erforderlich. Dazu gehören Anamnese, Inspektion, Funktionsprüfungen sowie gegebenenfalls weiterführende Untersuchungen. Parallel sollten die Klassifikationen der Organanalysen überprüft werden, um reale somatische Prozesse sicher auszuschließen.
Die angesprochenen Muster weisen auf eine angelegte pathologische Realität in der Gegenwart hin. Sie beschreiben eine Tendenz – keinen endgültigen Zustand.